Ernährungstipps
Brennnessel
Die Brennnessel kommt weltweit beinahe in allen Ländern vor. Vier Arten davon sind in Mitteleuropa heimisch: Die große Brennnessel, die kleine Brennnessel, die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel. Sie wächst, je nach Art, als krautige Pflanze, manchmal auch als Halbstrauch. Stängel und Blätter der Brennnessel sind mit Brenn- und Borstenhaaren besetzt, die bei Berührung zu schmerzhaften Schwellungen führen. Abhängig von Standort und Qualität des Bodens, wird sie zwischen 10 cm und 3 m hoch.
Der Einsatzbereich der großen Brennnessel ist sehr breit gefächert. Als Lebensmittel verwendbar, sind alle grünen Teile der Pflanze, die unterirdischen Pflanzenteile und die Samen. Die jungen Triebe werden als Frühjahrsgemüse verwendet und aufgrund ihres leicht säuerlichen Geschmackes sehr geschätzt. Die Brennnessel hat ihren guten Ruf durch die zahlreichen positiven Eigenschaften, die ihr nachgesagt werden. So soll sie unter anderem appetitanregend, harntreibend, stoffwechselanregend, schleimlösend und entgiftend wirken. Des Weiteren ist sie reich an Flavonoiden, Magnesium, Kalzium, Silizium, Eisen, Vitamin A und C. Außerdem soll sie als Heilpflanze gegen Rheuma, Arthritis und Durchfall wirken.
Der Geschmack der Brennnessel ist am stärksten in den obersten 20 cm der jungen Pflanzen oder in den Triebspitzen bei größeren Pflanzen. Typischerweise werden Brennnessel als Spinat, Suppe oder roh als Salat serviert. Durch das blanchieren beziehungsweise das Salatdressing werden die Brennhaare zerstört. Eine weitere Möglichkeit wäre die Brennnesseln zu trocknen und als Tee aufzugießen. In Luxemburg, Deutschland, den Niederlanden und Österreich werden sie auch als Zutat für Brennnesselkäse verwendet.
Langjährige Bräuche bei denen Brennnessel eine Rolle spielen, sind beispielsweise das Brennnesselgemüse am Gründonnerstag und Brennnesselkuchen am Neujahrstag, um sich ein gutes Jahr zu sichern.
Birne
Die Birne (Pyrus communis) ist ein Kernobstgewächs. Wie der Apfel gehört sie zur Familie der Rosengewächse. Birnenbäume werden sowohl als Obstbäume, als auch zur Zierde angepflanzt.
Bereits im 17. Jhd. waren 300 Birnensorten in Frankreich bekannt. Heutzutage kennt man weltweit ca. 5000 verschiedene Birnensorten, wobei nicht alle als Speisebirne verwendet werden. Es gibt Birnensorten die ausschließlich zur Schnaps-, Likör- und Kompottherstellung dienen. Die Birne ist weit verbreitet. Ihr Anbaugebiet streckt sich von Nordafrika über Europa bis nach West- und Ostasien. Bei uns erhältlich sind vor allem die Sorten: Williams Birne, Kaiser Alexander, Clapps Liebling und Abate Fetel.
Die Frucht ist typisch birnenförmig. Abhängig von der Sorte kann sie zwischen 6 und 9 cm lang werden und zwischen 120 und 200 g schwer sein. Ihre Fruchtfleischfarbe ist weiß bis gelblich-grün. Die Schalenfarbe ist sehr unterschiedlich, es gibt grünlich-gelbe bis zimtbraune Sorten, meistens ist die Birne auf der Sonnenseite rot gefärbt. Die Schale ist sehr empfindlich und dünn, daher ist die Lagerung schwierig.
Frühe Sorten werden Anfang September geerntet, die Erntezeit von späten Sorten ist im Jänner. Eine längere Haltbarkeit wird erzielt, wenn Birnen unreif gepflückt werden. Bis zum Verkauf werden sie kühl gelagert und reifen dabei nach. Dadurch sind Birnen bis zu einem Monat lagerfähig.
Die Birne liefert wichtige Vitamine und Mineralstoffe, sie ist reich an Vitamin A, Vitamin B und Vitamin C. Ebenso ist sie Quelle für Zink, Kupfer, Schwefel, Jod, Magnesium, Kalium und Eisen. Beachtlich ist auch der Ballaststoffgehalt von 3,3 g pro 100 g. Damit ist die Birne ballaststoffreicher als der Apfel und besonders gut für unsere Verdauung. Mit nur 55 kcal pro 100 g ist die Birne ein optimaler Vitaminlieferant.
Birnen können sowohl roh oder gekocht verzehrt werden und schmecken auch getrocknet als Birnenchips hervorragend. Der Birnensaft ist bei unseren Kindern natürlich sehr beliebt. Bei der Verarbeitung ist darauf zu achten, dass geschnittene rohe Birnen mit etwas Zitronensaft beträufelt werden, da sie sich sonst braun verfärben. Durch ihr süßes Aroma ist sie besonders gut für Mehlspeisen und süße Aufläufe geeignet.
Bewegungstipps
Xundwärts-Tipp: Ich würd´ ja so gern, aber ich hab keine Zeit...
Dieser Tipp (siehe PDF-Download) wird uns vom Laufsport Magazin für Sie zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen zum Laufsport-Magazin finden Sie unter www.laufsport-marathon.at
Aktives Frühlingserwachen
Mit den ersten Sonnenstrahlen möchte man auch dem eigenen Zuhause wieder zu neuem Glanz verhelfen. Achten Sie dabei auf Ihren Rücken!
Praktische Tipps zum Frühjahrsputz
Wer beim Putzen an schwer erreichbare Stellen gelangt, sollte eine Leiter zu Hand haben, um Über-Kopf-Tätigkeiten zu vermeiden. Kleinere Pausen helfen, die Schulterpartie und die Halswirbelsäule zu schonen. Beim Staubsaugen und Wischen des Fußbodens sollten die Geräte an die Körpergröße angepasst werden. Allgemein ist darauf zu achten, sich nicht zu bücken sondern besser in die Knie zu gehen, um Rücken und Wirbelsäule nicht unnötig zu belasten.
Für jene, die gezielt Rückenschmerzen vorbeugen oder bereits bestehende Probleme bekämpfen möchten, bietet das Moorheilbad Harbach spezielle Rückenprogramme. Ziel ist es, die Rumpfmuskulatur und die stabilisierende Wirbelsäulenmuskulatur aufzubauen und zu stärken.
Wie bringen wir unseren Körper wieder in Form?
Nicht nur unser Zuhause, auch unser Körper muss im Frühjahr wieder in Schuss gebracht werden. Egal ob Laufen, Nordic Walken oder Radfahren: Für den Beginn sollte ein angenehmes, ruhiges Tempo gewählt werden. Merken Sie sich die zurückgelegte Strecke und die benötigte Zeit. Dieses Pensum sollte die Basis für die nächsten Trainingseinheiten bilden und kann Woche für Woche um ca. 10 Prozent erhöht werden. So erreichen Sie eine sanfte Anpassung Ihrer Leistungsfähigkeit ohne Muskelkater und schmerzende Gelenke.
Lassen Sie sich von unseren Profis beraten: Erlernen Sie im Moorheilbad Harbach die richtige Nordic-Walking-Technik bzw. optimieren Sie Ihren persönlichen Laufstil.
Tipp von Frank Ritter, Physiotherapeut im Moorheilbad Harbach.
Gesundheitstipps
Ziel ist es, aktiv sein zu können
Postoperative orthopädische Rehabilitation ist seit mehr als 17 Jahren ein Schwerpunkt des renommierten, multiprofessionellen Teams des Moorheilbades Harbach.
Was bedeutet moderne Rehabilitation heute?
Das Konzept der Rehabilitation hat sich in den letzten Jahren völlig gewandelt. So war das Ziel früher vor allem die organbezogene Therapie, die Verbesserung von Bewegungsumfang und Belastbarkeit sowie Verringerung der Schmerzen. Heute dagegen ist das Ziel der Rehabilitation, unseren Patienten die Möglichkeit zu eröffnen, an ihrem Leben aktiv teilzunehmen. Sie sollen wieder in die Lage versetzt werden, ein eigenständiges Leben zu führen, einen Beruf auszuüben und am sozialen Leben teilzunehmen.
Was beinhaltet ein umfassendes Reha-Programm?
War es früher nur die physikalische Therapie, die das Reha Programm bestimmte, so umfasst die Rehabilitation heute medizinische, berufliche und soziale Maßnahmen. Psychologische Beratung, Ergotherapie, Rückenschule und Bewegungsberatung, aber auch allgemeine Lebensstilinformationen sind unverzichtbare Bestandteile.
Im Moorheilbad Harbach ist die wissenschaftliche Aktualität in der Betreuung unserer Patienten ein absolutes Muss.
Tipp von Prim. Dr. Johannes Püspök, ärztlicher Leiter im Moorheilbad Harbach.
Hilfe bei Nackenverspannungen
Sanftes Aktivieren der betroffenen Muskelgruppen in regelmäßigen Abständen kann helfen, die Schmerzen und Beschwerden zu lindern.
Die Zutaten dafür sind recht einfach – Zwei (Wasser)Flaschen:
Um beide Seiten gleich zu belasten, sollten zwei gleich große Flaschen verwendet werden. Je nach Trainings- und Schmerzzustand sind 0,5 l bis 1,5 l möglich. Nach einigen Lockerungsübungen wie Schulterheben, Schulterkreisen, JA-Sagen (abwechselnd Kopf nach vorne und hinten neigen), NEIN-Sagen (abwechselnd über rechte bzw. linke Schulter blicken), kann es auch schon mit den Übungen losgehen:
Die Flaschen werden wie Hanteln als Zusatzgewicht verwendet:
- Schulterheben: Je eine Flasche in eine Hand nehmen, Arme hängen lassen und nur die Schultern in Richtung Ohren anziehen – bis zu 5 Sekunden halten und dann wieder lösen. Die Übung 20 Mal wiederholen und nach einer Minute Pause noch einmal 20 Wiederholungen anhängen.
- Seitheben: Die fast ausgestreckten Arme werden seitlich hochgeführt (wie Flügel) bis die Hände mit den Flaschen auf Schulterhöhe kommen, dort kurz halten und wieder langsam absenken. Wie bei Übung 1 - 2 Mal 20 Wiederholungen mit 60 Sekunden Pause.
- Frontheben: Wie Übung 2 - allerdings werden die Arme vor dem Körper angehoben.
- Schulterdrücken: Die Flaschen werden auf Ohrenhöhe gehalten, die Ellbogen zeigen nach außen. Nun die Arme nach oben weg strecken und ganz oben kurz halten, dann wieder langsam zur Ausgangsposition zurück. Wie üblich 20 Wiederholungen – 60 Sekunden Pause – und noch einmal 20 Wiederholungen.
Diese vier Aufgaben können im Sitzen als auch im Stehen gemacht werden. Fortgeschrittene können die Übungen auch einseitig ausführen, wobei die Stabilität im Körper zusätzlich gefordert ist.
Nach den Übungen zur Auflockerung die Schultern und Arme ordentlich ausschütteln!
Für eine regelmäßige Atmung sollte immer beim Anheben der Arme eingeatmet und beim Senken wieder ausgeatmet werden. Diese einfachen Übungen 2 bis 3 Mal in der Woche einbauen und die Nackenmuskulatur wird es ihnen danken…
Tipp von Peter Schmid, Sportwissenschafter der Xundheitswelt.
Mentaltipps
Fünf Tipps für schnelle Entspannung im Büro
Entspannung ist immer gut und meistens auch dringend zwischendurch notwendig, um den Kopf wieder frei für neue und/oder schwierige Aufgaben zu bekommen. Gönnen Sie sich z. B. als Belohnung nach Erledigung einer Aufgabe eine kurze Entspannungsübung, um wieder erholt und frisch ans Werk zu gehen!
Der Blick in die Ferne
Durch die Arbeit am Computer ist der Blick ständig auf dem Bildschirm fokussiert. Wenden Sie Ihren Blick regelmäßig weg vom Bildschirm Richtung Fenster und suchen Sie sich einen Punkt in der Ferne. Was ist das Weiteste, das Sie mit bloßem Auge erkennen können? Wandern Sie mit den Augen den Horizont entlang. Das wirkt beruhigend und entspannt auch die Augen!
Bewegung tut gut
Stehen Sie immer wieder auf, wenn Sie lange Zeit im Bürostuhl sitzend verbringen. Sei es nur auf ein kurzes Schwätzchen mit der Kollegin bzw. dem Kollegen. Als Entspannungseffekt hilft ein wenig zu plaudern, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Nutzen Sie auch die Mittagspause für Bewegung. Raus aus dem Büro in die frische Luft!
Düfte entspannen
Bestimmte Düfte tragen erheblich zur Entspannung bei. Dazu ein paar Tropfen ätherisches Öl (z. B. Lavendel, Eukalyptus) auf das Taschentuch geben und dann ein paar tiefe Atemzüge mit dem Taschentuch vor der Nase.
Eine Tasse Tee
Es muss nicht immer Kaffee sein. Genussvoll eine Tasse Tee trinken wirkt sehr beruhigend. Es kann sogar zu einem richtigen Entspannungs-Ritual gemacht werden.
Strecken und recken Sie sich
Strecken Sie Ihre Arme, Ihren Oberkörper und Ihre Füße einmal so richtig durch! Das lockert die Muskulatur und kann Verspannungen lösen. Gähnen Sie dabei, denn auch gähnen wirkt entspannend!
Tipp von Mag. Verena Haas,
Klinische und Gesundheitspsychologin im Moorheilbad Harbach.
Mut zur Unerreichbarkeit
Durch die modernen Kommunikationsmöglichkeiten wie Handy, E-Mail, Internet, usw. sind wir 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr erreichbar. Durch den Fortschritt der Technik sind Pausen, die sich früher im Alltag von selber ergeben haben, heute praktisch verschwunden. Früher hat die Antwort auf einen Brief zumindest eine Woche gedauert. Heute wird so mancher schon nervös, wenn nicht innerhalb einer Stunde eine Antwort auf dem E-Mail-Account eingegangen ist! Wir können jetzt 24 Stunden arbeiten und uns ebenso Informationen besorgen („googeln“). Pausen ergeben sich keine mehr beziehungsweise nur im geringen Maße.
Wenn wir heute eine Pause haben wollen, so müssen wir uns bewusst dazu entscheiden. Wenn ich immer und überall erreichbar bin, bin ich zwar am neuesten Stand einer Entwicklung, aber zu welchem Preis? Ich bin ein Getriebener, der sich um seine Erholung, um Ruhe und Muße bringt. Mit dem Erfolg, dass irgendwann gar nichts mehr geht - Burnout.
Neue Techniken brauchen eine neue Kultur in ihrer Anwendung. Dort wo es keine Grenzen mehr gibt, muss ich mich selber zu Grenzen entschließen. „Bitte nicht stören“ heißt heute: Handy und Laptop abschalten!
Überlegen Sie und bestimmen Sie, wann Sie erreichbar sein wollen und wann nicht. Erst wer zu einem Nein fähig ist, kann auch wirklich Ja sagen. Wer Mut zur Unerreichbarkeit zeigt und sich gut erholt, ist danach wieder leistungsfähig.
Tipp von Mag. Alexander Urtz,
Klinischer und Gesundheitspsychologe im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs


